Haus der Jugend Konz
 
Junge Journalisten schreiben über Politik und Berufe
Trierischer Volskfreund vom 30.07.2016

(Konz) 125 Kinder haben sich in dieser Woche ihre eigene kleine Stadt am Haus der Jugend aufgebaut. Der TV hat die Redaktion der kleinen Kollegen der Wuselkusener Zeitung besucht und lässt die Kinder erzählen, was sie in der Spielstadt erlebt haben.

Mit der Kamera unterwegs Foto: Christian Kremer

(Konz) 125 Kinder haben sich in dieser Woche ihre eigene kleine Stadt am Haus der Jugend aufge-baut. Der TV hat die Redaktion der kleinen Kollegen der Wuselkusener Zeitung besucht und lässt die Kinder erzählen, was sie in der Spielstadt erlebt haben.

Konz. Die Spielstadt Wuselkusen, die alle zwei Jahre ihre Tore öffnet, ist wohl die beliebteste Feri-enfreizeit für Kinder zwischen sieben und 13 Jahren in der Verbandsgemeinde Konz. Die begrenzte Anzahl von Betreuungsplätzen ist immer schnell ausgebucht. Dieses Jahr sind 125 Kinder dabei. Sie haben in den vergangenen Tagen unter anderem einen Stadtrat und einen Bürgermeister gewählt. Um sich ihr Mittagessen leisten zu können, haben sie in der Wuselkusener Bäckerei, der Leder-werkstatt oder dem Trickfilmstudio gearbeitet. Ihre Wusel, so heißt die eigene Währung, konnten sie im Freizeitpark oder im Kino ausgeben. Denn das Jugendnetzwerk Konz (Junetko) ahmt mit Wuselkusen das echte Leben nach. Und das kommt bei Kindern und Eltern sehr gut an. Um zu zei-gen, was die Kinder in Wuselkusen getrieben haben, veröffentlicht der TV Texte, welche die Kinder für das Wuseler Echo, die spielstadteigene Zeitung, geschrieben haben. Die Redaktion besteht aus sechs Kindern sowie den Betreuern Andi Rein und Dorothee Winter. cmk

Besuch vom Trierischen Volksfreund:
Am Mittwoch hatte unsere Redaktion Besuch von Christian Kremer, Lokalredakteur beim Trierischen Volksfreund. Er erklärte unseren Mitarbeitern, dass es verschiedene Typen von Artikeln wie zum Beispiel Berichte, Meinungsbeiträge oder Interviews gibt. Außerdem zeigte er eine Auswahl der verschiedenen Lokalausgaben des TV. Redaktion des Wuseler Echos

Lederwerkstatt: In der Lederwerkstatt werden Schlüsselanhänger, Gürtel, Taschen (Handytaschen) aus Leder hergestellt. Natürlich nimmt sie auch Aufträge entgegen. Das ganze Aufmalen, Ausstan-zen, Zusammennähen, Verzieren sei anstrengend, aber mache auch Spaß, berichteten die Mitar-beiter. Luca (10) und Laura Hurt (13, beide Nittel)

Der Instrumentenbau: Die Angestellten bauen hier Trommeln, Regenrohre, Tamburine, Panflöten und Rasseln. Um die Trommeln zu bauen, klebt man bestimmtes Papier stramm auf Blumentöpfe und bemalt sie anschließend. Die Panflöten bestehen aus immer kürzer werdenden Strohhalmen, die mit Tesafilm zusammen geklebt werden. Unten wird Knete hereingesteckt, um einen dunkle-ren Klang zu erzeugen. Regenrohre werden aus Papprollen hergestellt und mit Reis befüllt, der an spiralförmig angeordneten Nägeln vorbeifließt. Dadurch entsteht ein regenähnlicher Klang. Ein Tamburin ist eine Art Trommel, die aus zwei Papptellern besteht, die am Rand aneinander geklebt und mit Bändern zusammengebunden sind. An den Seiten werden wieder Seile befestigt, die her-unterhängen. An ihnen hängen Kronkorken oder Plastikringe. Wenn man auf die Pappteller schlägt, erklingt ein Rascheln mit einem Trommelgeräusch. Elena Bamberg (12, Wasserliesch), Lea Reinert (11) und Sarah Neisius (11, beide Oberemmel)

Politik: Nachdem die Namen der gewählten Stadtratsmitglieder und des Bürgermeisters Lukas Ruth bekanntgegeben wurden, besuchten die Wuselkusener Politiker die Kollegen im Konzer Rat-haus. Am Nachmittag fand eine Sitzung statt. Eine Diskussion entbrannte über eine Reduzierung der Essenspreise. Wenn man den Preis senken wolle, seien Zuschüsse notwendig, hieß es. Und dieses Geld müsse wieder von den Bürgern eingetrieben werden - zum Beispiel über eine Ein-kommenssteuer. Damit koste das Essen dann zwar nur noch vier Wusel, aber jeder Bürger müsste den fehlenden Wusel über eine Steuer entrichten. Deshalb behielt der Stadtrat den ursprünglichen Preis. Redaktion des Wuseler Echos

Der Fernsehsender: Im Wuselkusen-TV arbeiten vier Kinder und ein Betreuer. Einer ist der Spre-cher, zwei Kinder sind Kameraleute, ein Kind verteilt die Aufträge. Der Betreuer hat geholfen, Vi-deos geschnitten und die Technik erklärt. Er hat meistens das Filmmaterial geschnitten, wenn wir Pause hatten. Der größte Teil unserer Arbeit war Aufnehmen und Interviewen. Wir haben zum Beispiel Interviews und die Bürgermeisterwahl aufgenommen. Die erste Werbung haben wir für das Tattoo-Studio gemacht: Da wurde gefilmt, wie einer von uns ein Kindertattoo bekommen hat (und das sogar umsonst). Fred Berg (8, Konz-Oberemmel)

 

Am heutigen Samstag feiern die Wuselkusener am Haus der Jugend in Konz ihr großes Stadtfest. Los geht es um 15 Uhr. Infos über die Spielstadt und alle Ausgaben des Wuseler Echos gibt es im Internet unter www.wuselkusen.de