Kinder erzählen Geschichten aus Wuselkusen

Trierischer Volskfreund vom 16.08.2014

(Konz) Die Bewohner der Spielstadt Wuselkusen in Konz feiern am heutigen Samstag ab 15 Uhr ihr Abschlussfest. In der vergangenen Woche haben dort 112 Kinder wie in einer echten Stadt gelebt. Der TV hat die Redaktion der Lokalzeitung, des Wusel-Echos, besucht und dort Gastautoren gefunden.
Antrittsbesuch des Stadtrates von Wuselkusen im Rathaus der Stadt Konz

Konz. Die Woche in der Spielstadt Wuselkusen endet am heutigen Samstag. Das Abschlussfest für Familien und Freunde der Kinder und interessierte Bürger beginnt um 15 Uhr am Haus der Jugend. Dort können sie sich ansehen, was die Wuselkusener umtreibt.

112 Kinder haben in den vergangenen Tagen in Handwerksbetrieben, im Restaurant, beim Radio, beim Fernsehen oder bei der Zeitung oder auch der Bank gearbeitet - und so das echte Leben praxisnah nachgeahmt.

TV-Redakteur Christian Kremer hat bei den kleinen Reporter-Kollegen vom Wusel-Echo vorbeigeschaut, um sich mit ihnen über ihre Arbeit auszutauschen und den Aufbau des Trierischen Volksfreunds zu erklären. Und er hat einen Termin mit ihnen besucht: Die Wusel-Echo-Reporter Lars Meyer (12) und Felix Noth aus Nittel folgen ihrem Betreuer Andi Rein. Sie gehen von der Spielstadt Wuselkusen am Konzer Haus der Jugend zum Rathaus am Marktplatz. Dort tagt der Wuselkusener Stadtrat, in dem gewählte Vertreter über die Organisation der Spielstadt debattieren - angeführt werden die sieben Ratskinder von Wuselkusens Bürgermeisterin Annabelle Müller. Joachim Weber, erster Beigeordneter der Verbandsgemeinde Konz, hat ihnen einen Konferenzraum im Konzer Rathaus zur Verfügung gestellt. Während die Ratskinder intensiv über Löhne in den Wuselkusener Handwerksbetrieben diskutieren, zückt Reporter Lars seinen Stift und schreibt mit.cmk

Artikel aus dem Wusel-Echo:
 
Pro und Kontra Wuselkusen: Wuselkusen gibt es 2014 schon zum siebten Mal. Aber wieso ist die Spielstadt so erfolgreich? Zwar gibt es manche Jobs, die nur für Mädchen sind, aber es gibt auch Jobs, die nur für Jungs sind. Trotzdem ist für jeden was dabei, ob groß oder klein, ob Mädchen oder Junge. Es war auch eine gute Idee, eine Währung einzuführen, weil das wie im echten Leben der Erwachsenen ist. Man fühlt sich auch sehr wohl, weil man mit netten Betreuern arbeitet. Allerdings gibt es auch schlechte Seiten von Wuselkusen: Es gab nämlich auch schon einen Diebstahl, bei dem 20 Wusel weggekommen sind und einen Brand in der Bäckerei. Leider gibt es auch Kinder, die nicht so nett sind. Manche Sachen sind auch ein bisschen zu teuer. Aber bleibt Wuselkusen ein tolles, abenteuerliches Erlebnis. Yanick Lüders (10 Jahre)
Rundgang durch die Betriebe: Das Wusel-Echo war in der Eisdiele, der Bäckerei, beim Radio, dem Einkaufszentrum und dem Trickfilmstudio: Im Trickfilmstudio haben wir nicht nur einen tollen Hintergrund, sondern auch gute Ideen, aus denen bestimmt ein guter Trickfilm wird. Der Film wird auf der Homepage von Wuselkusen (www.wuselkusen.de) gezeigt. Beim Radio gibt es viele verschiedene Schalter, aber wenige werden benutzt. Die Moderatoren können mitten im Lied das Mikrofon benutzen und etwas ansagen. Das gefällt allen sehr gut. In der Bäckerei hat es toll gerochen, und alle haben gelächelt. Im Einkaufszentrum gibt es alle möglichen Sachen zu kaufen, und es ist billig - manche behaupten das Gegenteil. Die Eisdiele ist zwar klein, aber fein. Manchmal sind die Verkäufer dort gestresst, selten ist es ruhig. Mara Bechthold und Alexander Kubon (beide 10 Jahre)
Der Pechvogel des Tages: Betreuer Luca ist am 12. August mit anderen Betreuern zum Lager gefahren. Aber nur er stieg aus, um Einkäufe zu erledigen, und die anderen beiden Betreuer sind weiter zum Baumarkt gefahren. Luca dachte, dass er abgeholt wird, doch er wurde nicht abgeholt. Luca wartete eine ganze Stunde: von 10 bis 11 Uhr. In der Zeit versuchte er vergeblich, die Betreuer zu kontaktieren. Erst nach 11 Uhr wurde er abgeholt und kam verspätet um 11.20 Uhr in Wuselkusen an. In der Zeit mussten seine Mitarbeiter Niklas und Leon das Kino schmeißen. Daumen hoch! Lars Meyer (12 Jahre)