Konzer Kinder schreiben im Volksfreund
Trierischer Volksfreund vom 04.08.2012
 
Eine Woche voller spannender Erlebnisse geht für 115 Kinder zu Ende. Am heutigen Samstag feiern sie den Abschluss der Kinderstadt Wuselkusen. Die Redaktionsmitglieder der Wuseler Zeitung schildern im TV ihre Eindrücke der vergangenen Tage.
 

Konz. Die kleine Stadt Wuselkusen liegt mitten in Konz und ist sehr beliebt. 115 Kinder haben dort eine Woche lang gelebt wie Erwachsene. Jedes Kind hatte einen Job, musste auf sein Geld achten und konnte sich kaufen, was es wollte. Den Abschluss feiern die Wuselkusener am heutigen Samstag ab 15 Uhr mit einem Bühnenprogramm am Haus der Jugend in Konz. Eingeladen sind die Familien, aber auch Freunde der Kinder und Bürger aus der Partnerstadt Konz.

Ein paar Kinder haben bei der Wuseler Stadtzeitung gearbeitet. Volksfreund-Redakteur Chris tian Kremer hat vorbeigeschaut und den Kollegen erklärt, welche Textformen es in einer großen Zeitung gibt.

   
 
Herausgekommen sind ein Band-Porträt, ein Kommentar und ein Interview.

Laute Wuselrocker im Keller

Von Lukas Repp

Wuselkusen. Geht man im Wuselkusener Haus der Jugend die Treppe runter, wird es laut. Hinter der Tür zum Proberaum warten die Wuselrocker: Felix, Emma, Luke, Merlin und Steven. Das ist die neue Band in Wuselkusen.

Die Band freut sich: "Wir können die ganze Zeit Krach machen." Die fünf finden es toll, dass sie im Keller nicht die Musik vom Radio Wuselkusen hören. Sonst könnten sie aus dem Takt kommen.
Die Wuselrocker proben für das Konzert am Samstag beim Abschlussfest von Wuselkusen. Zu diesem Fest sind die Eltern und Geschwister der Wusel-Arbeiter eingeladen. Felix, Emma, Luke, Merlin und Steven werden am Samstag das "Abschiedslied von Wuselkusen" spielen.
 
Meinung der Kinder
Kaum etwas auszusetzen

Die meisten Bürger finden Wuselkusen super und haben nichts auszusetzen. Es ist toll, weil man in Wuselkusen wie ein Erwachsener lebt. Bei der Zeitung zu arbeiten macht zum Beispiel viel Spaß. Man kann Texte schreiben und Fotos machen. Doch Wuselkusen hat auch ein paar negative Seiten, manche finden, dass die Warteschlangen beim Arbeitsamt, bei der Bank und bei der Eisdiele zu lang sind. Auch dass das Essen und der Freizeitpark zu teuer sind. Nora Elenz und Lea Schnitzler.

 
Extra:

Eine Elfjährige, die etwas verändern will: Die Wuselkusener haben Annabelle Müller am Mittwoch zu ihrer Bürgermeisterin gewählt. Ihr erster Amtsakt: Sie hat im Stadtrat durchgesetzt, dass alle Kinder einen Nachschlag im Restaurant bekommen. Die Wusel-Reporter Timo Schneider und Jakob Repp haben sie interviewt:

Wie hast du deinen ersten Tag als Bürgermeisterin erlebt? Annabelle: Gut! Jeder kennt einen, und man darf etwas verändern. Wie hast du von deiner Wahl erfahren? Annabelle: Anna nahm mich mit in eine Abstellkammer und sagte mir: Du bist die neue Bürgermeisterin von Wuselkusen. Wie hast du reagiert? Annabelle: Ich dachte erst mal: Wow! Hast du mit deiner Wahl gerechnet? Annabelle: Ich hatte mich gut vorbereitet, deswegen glaubte ich, ich hätte eine Chance. Einige hatten mir vorher schon gesagt, sie würden mich wählen. Trotzdem war ich überrascht. Was hast du vor in Wuselkusen zu verändern? Annabelle: Ich will eine Polizei als Nebenberuf, die Einrichtung eines Cafés mit Kuchenverkauf und die Reduzierung des Eintrittspreises für den Freizeitpark um zwei Wusel. Außerdem soll jeder die Chance haben, mindestens einmal in seinem Lieblingsjob zu arbeiten